Die PLAZEBO Strategie zielt darauf ab, zu “gefallen” und uns ein gutes Gefühl zu geben. Zum Teil ist es ein Wunschdenken, das darauf abzielt, die Endorphine im Körper zu aktivieren. Die Mittel von PLAZEBO könnten variieren, die Form ist nicht definiert.

Die Affekte resultieren aus spontanen Reaktionen. Sie können sich ändern, je nachdem, ob jemand in der Zukunft Freude oder Schmerz erwartet.

PLAZEBO ist ein Pavillon, der Begriffe des Glaubens und der Erwartung und deren Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung erkundet. PLAZEBO ist eine persönliche Reflexion über physische wie mentale Räume, die wir bewusst oder unbewusst einnehmen. Sie versucht, Strategien und Ressourcen zu hinterfragen und zu bestätigen, die wir nutzen, um uns zu beruhigen, auch wenn sie nur Täuschungen sind.

In welchem Ausmaß wird unser individuelles Verständnis von der Umwelt durch unsere Affekte verursacht? Wie kann der künstlerische Ansatz den architektonischen Raum beeinflussen und umgekehrt?

Mit dem Fokus auf der somatischen Erfahrung, präsentiert die Ausstellung eine Installation von Vanessa Enríquez, deren Muster sich durch unsere Bewegung im Raum offenbart. In kontrastierender Weise ist das Video von J.MAYER.H als Fußnote installiert und am besten sichtbar, wenn wir uns ruhig verhalten. Eine aurale Dimension wird durch Rosa Rauschen erzeugt, die den Raum mit Klängen durchdringt, die ähnlich einem Regenfall oder Blätterrauschen sind. Es ist beabsichtigt, unsere Gehirnwellen zu verlangsamen und zu regulieren. Über ein Kopfhörerset werden binaurale Beats bereitgestellt, die Immunfunktionen verbessern, Entspannung erleichtern, die Stimmung aufhellen und zur Linderung von Stress beitragen. Durch diese visuellen und akustischen Reize etabliert PLAZEBO einen Dialog zwischen architektonischer und künstlerischer Artikulation, die in engem Zusammenhang steht mit Mustern, Grenzen, Bewegung und Digitalisierung.