From the Land of Eternity
Huda Al Saie, Malerei

Kuratiert von Frances Stafford

präsentiert von ART at Berlin



From the Land of Eternity

Huda Al Saie, Malerei

Einzel-Ausstellung at aquabitArt gallery
Kuratiert von Frances Stafford
Ort: aquabitArt Galerie, Auguststrasse 35, 10119 Berlin-Mitte

Eröffnung: 11. September, 19 – 22h
Offen: Dienstag – Samstag, 11 – 17h oder nach Vereinbarung
Ausstellung: 11. – 20. September 2020

Abbildung: Birds in Paradise (Bahrain), 2020, by Huda Al Saie
Foto: Matt Wardle

Am 11. September öffnet die neue Ausstellung „From the Land of Eternity“ von Huda Al Saie im Rahmen der Berlin Art Week 2020 in der Galerie aquabitArt.

Huda Al Saie ist eine bahrainische Künstlerin, die vor allem als die führende Pionierin der Porzellankunst in Bahrain bekannt ist. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen begann sie 2018 mit der Schaffung mehrerer Serien größerer Acrylgemälde auf Leinwand, die Al Saie aufgrund des Umfangs und des Mediums mehr Freiheit in ihrer Prozess. Dank der Unmittelbarkeit der Farbe konnte sie nun größere gestische Striche ausführen und generell mit Abstraktion arbeiten, im Vergleich zu den äußerst detaillierten und präzisen Arbeiten, die sich normalerweise für die traditionelle Porzellanmalerei eignen. Al Saie lässt sich von der einzigartigen und antiken Architektur Bahrains und der Flora und Fauna des Königreichs inspirieren.

Als Kenner der bahrainischen Kunst präsentiert dieKuratorin Frances Stafford die neuesten Werke bis zum 20. September 2020.

Der Titel “From the Land of Eternity/Aus dem Land der Ewigkeit” bezieht sich auf Al Saies Heimat Bahrain, das während des 2. Jahrtausends v. Chr. die Hauptstadt der Dilmun-Zivilisation war. Anschließend bezieht er sich auf den paradiesischen Mythos, der mit diesem alten Land verbunden ist. In der sumerischen Mythologie wird in den meisten Fällen das “Paradies” oder “Der Garten der Götter” als das Land Dilmun, das heutige Bahrain, bezeichnet. Unzählige archäologische Stätten und Funde, darunter die Grabhügel von Dilmun (heute UNESCO-Weltkulturerbe und einer der größten Friedhöfe der Antike) sowie der Barbarentempel (der als Kultstätte des sumerischen Gottes Enki gilt), bestätigen solche Behauptungen.

Die doppelte Natur des Wortes “Bahrain“, das wörtlich übersetzt “zwei Meere” bedeutet, bezieht sich sowohl auf das Salzwasser des Golfes als auch auf die Süßwasser-Aquifere, die die Insel Bahrain durchziehen und so das Wachstum der üppigen, grünen Landschaft nährten, einzigartig in der Region. Aus diesem Grund wird Bahrain in der Tat seit langem als “Land der Millionen Palmen” bezeichnet. Solch fruchtbare Erde, die in der Antike als das Land der Unsterblichkeit und des Reichtums galt, wird oft als Inspiration für die Geschichte des Garten Eden angesehen.

Und nun blieb nur noch eine Wüste übrig.

Die Pracht der abstrakten Pinselstriche von Al Saie ahmt Aspekte der kühlen Palmenhaine nach, die ruhigen Innenhöfe traditioneller Häuser, die Erhabenheit der Minarette, Bögen und Kuppeln, die die alte Architekturzieren, sowie das allgegenwärtige Meer, den Sand und die Sonne der Insel Bahrain.

Al Saie ist Absolvent derAmerican University of Beirut in Kommunikation/Fine Arts. Anfang der 80er Jahre studierte sie die Kunst der Porzellanmalerei in Genf und begann 1986 in Bahrain Porzellanmalerei zu unterrichten. Sie unterrichtete viele der herausragenden Künstler im heutigen Bahrain. Al Saie hat in Bahrain umfangreich ausgestellt, vor allem im Nationalmuseum von Bahrain sowie auf der Art Bab, der führenden Kunstmesse des Königreichs. Darüber hinaus stellte sie ihre Arbeiten in Kuwait und Riad, Saudi-Arabien, aus. Im Dezember 2012, als Teil der Sammlung von Al Saie in Gstaad in der Schweiz ausgestellt. Al Saie wurde von verschiedenen Organisationen für Porzellanprojekte in der Golfregion beauftragt, darunter das Shaikh Ibrahim Cultural Centre in Muharraq, Bahrain, (2004), das Dubai Civil Aviation Department (2005), Qatar Airways, der Bahrain International Circuit (BIC), das Bahrain World Trade Centre, das Bahrain National Museum, das Nationaltheater von Bahrain und die “Perlenroute”, eine UNESCO-Welterbestätte, die sich ebenfalls in Bahrain befindet.